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| Darmstädter Echo | |||||||||||
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klare, schlichte Formen Drei Künstler zeigen beim Tag des offenen Ateliers Steinobjekte, Gemälde und Fotografien GERNSHEIM (bg). Als "bewußtes Absetzen" von der ansonsten Steinmetzen eher zugedachten Grabmalkultur bezeichnete Hermann Freymadl seine "Steinobjekte zum Leben". Sie präsentierte der aus Frankfurt stammende Bildhauer mit der klassisch- handwerklichen Ausbildung am Sonntag beim "Tag des offenen Ateliers". Damit legte er das Schwergewicht auf den Bereich "Gut und schön", der auf Gebrauchsgegenstände hinweist, auf Kunsthandwerk und Wohnen mit exklusivem Charakter. Nicht gezeigt wurden die Segmente "Abschied und Erinnerung", also die Grabmalkultur und "Entwerfen, Schaffen und Bewahren" (Massivarbeiten, Kunst am Bau und Restaurierungen). Freymadl - seit 1985 in Gernsheim - bevorzugt klare Formen: das schlicht-archaische wird nicht nur am Schmucktisch aus Stein, Holz und Metall deutlich. Kein Schnickschnack, sondern Reduzierung auf das Wesentliche. Der Spiegel ist abnehmbar, der Tisch wie ein Buch zuklappbar. Oder der Sandstein-Obelisk als Garderobe, erkennbar an den eingebohrten Haltestäben aus edlem Metall: Der Benutzer kann damit spielen, die Bestimmung selbst finden. "Stazione" heißt das Regal aus Stein und Holz, "Haltestelle" für Gegenstände eben. Freilich ist auch "Carpe diem" zu sehen, das Buch mit dem Titel "Morgen" und den Sinnsprüchen für Grabmale. Dafür hat Hermann Freymadl unter 2500 Einsendungen aus 22 Ländern die Auszeichnung "Best of the Best" des Design-Zentrums Nordrhein-Westfalen erhalten. |
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als 200 Werke hat Heinz
Jordan aus dem westfälischem Münster
geschaffen. Auch sie sind klar in der Darstellung, doch kräftig in Farbe
und Kontur. "Ich will keine Festlegung" sagt der rund 20 Jahre
in Gernsheim ansässige Autodidakt über sein Schaffen in Öl auf
Leinwand, von dem er einen Teil in Freymadls Atelier ausstellte. Seit dem 15. Lebensjahr malt Heinz Jordan "was mir in den Kopf kommt. " So finden sich realistische, surrealistische und naive Anklänge. Die Motive sind dem Alltag entnommen: Wäscheklammern, Stempel, aber auch Ansichten von Objekte. Das weiß getünchte Haus mit den blauen Klappläden könnte überall stehen; der Blick in ein Atelier weist "Aufgeräumtheit" des Künstlers nach. Dazu Menschen, wie Jordan sie sieht: undurchdringlich, geheimnisvoll. Die andere Seite: Wie mit einem Seziermesser geöffnet der Blick auf den Menschen im Menschen. In Augsburg ist der freie Bildjournalist Robert Heiler aufgewachsen, der für das Darmstädter Echo, die Frankfurter Rundschau und über ein Journalistenbüro für Firmenzeitschriften tätig ist. Mit Reisefotografien aus drei Kontinenten beteiligte er sich am "offenen Atelier". Bewußt setzt er sich für seine erste Ausstellung von Ried-Bildern ab. "Unterwegs", der Titel der Schau, zieht sich wie ein roter Faden durch die Bilder: Unterwegs zum "human moment", wie er selbst sagt. So manipuliert er die Szenen nicht, fängt sie nur ein: Das Mädchen mit den traurigen Augen, die Stille eines Fischerbootes, das Bezaubernde einer Hügellandschaft, durch die der eigene Schatten spaziert. Stimmigkeit im Sinne klassischer Fotografie. Andererseits: Die Aufnahme aus dem Footballspiel zeigt Action und Schnelligkeit. |
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